Nations League: Schafft die DFB-Elf noch das Viertelfinale? Die wichtigsten Fragen und Antworten

Vier Spiele, fünf Punkte, Rang drei: Die Bilanz von Jürgen Klopp als Bundestrainer ist durchwachsen — und die Nations-League-Gruppe ist verzwickt. Was muss im November passieren, damit die DFB-Elf das Viertelfinale erreicht? Die wichtigsten Fragen und Antworten.

Stand: 10. Oktober 2026

Wie sieht die Bilanz unter Klopp nach vier Spielen aus?

Durchwachsen, das ist das ehrliche Wort. Ein 1:1 gegen die Niederlande zum Auftakt, eine überraschende 0:1-Heimniederlage gegen Griechenland, ein überzeugender 2:0-Sieg gegen Serbien mit Treffern von Tom Bischof und Florian Wirtz — und zuletzt ein torloses 0:0 in Griechenland. Macht fünf Punkte aus vier Spielen und Rang drei in der Gruppe. Griechenland führt die Gruppe an, die Niederlande liegt davor.

Warum ist die Konstellation so verzwickt?

Weil in Deutschlands Gruppe noch alles möglich ist — vom direkten Einzug ins Viertelfinale bis zum Abstieg in Liga B. Das Kuriosum: Selbst wenn Deutschland beide November-Spiele gewinnt, ist das Viertelfinale nicht sicher. Holen in diesem Fall Griechenland (gegen Serbien) und die Niederlande (gegen Griechenland) jeweils ebenfalls einen Sieg, stünden alle drei Teams mit elf Punkten da.

Was zählt bei Punktgleichheit?

Zuerst der direkte Vergleich, dann die Tordifferenz und die Anzahl der erzielten Tore untereinander. Und hier hat Deutschland ein Problem: Den direkten Vergleich mit Griechenland hat die DFB-Elf bereits verloren. Würden alle drei Teams am Ende punktgleich sein, käme die Niederlande in die Berechnung dazu — aus den direkten Duellen hätten dann alle drei Nationen fünf Zähler geholt, also keine Entscheidung. Die Tordifferenz müsste es richten.

Welche Spiele stehen im November an?

Zwei Endspiele, so ehrlich muss man sein: Am 13. November geht es nach Belgrad gegen Serbien, am 16. November empfängt die DFB-Elf die Niederlande in Berlin. Nur wenn beide Partien gewonnen werden, lebt die Viertelfinal-Hoffnung überhaupt noch. Jeder Punktverlust dürfte das Aus bedeuten.

Was spricht für die DFB-Elf, was dagegen?

Dafür spricht: Die Leistungskurve zeigt nach oben. Gegen Serbien gab es den ersten Sieg unter Klopp, in Griechenland war die erste Halbzeit dominant. Dagegen spricht: Die Chancenverwertung. In Thessaloniki rannte Deutschland an, traf aber nicht — und Jonathan Burkardts Tor wurde aberkannt. Ein Team, das aus dominanten Halbzeiten kein Tor macht, spielt im November ein gefährliches Spiel.

Wie steht es um die Weltrangliste?

Auch hier zeigt der Trend nach unten: Die DFB-Auswahl ist in der FIFA-Weltrangliste auf Rang 13 abgerutscht und wurde von der Schweiz überholt. So weit hinten stand Deutschland seit Juli 2018 nicht mehr. Die schwache Nations-League-Bilanz spiegelt sich auch im Ranking wider — ein weiterer Grund, warum der November zum Pflichtprogramm wird.