Dortmund – Es sah nach einem souveränen Freitagabend für Borussia Dortmund aus. Bis zur 85. Minute führte der Tabellenführer gegen Werder Bremen mit 2:0. Dann brach das Spiel zusammen: In den Schlussminuten schlug Werder zweimal zurück und entriss dem BVB zwei Punkte. Die wichtigsten Fragen und Antworten zum 2:2.

Was ist in der Schlussphase passiert?

Es war ein Kollaps in vier Minuten. Daniel Svensson hatte den BVB in der 80. Minute mit 1:0 in Führung gebracht, Nico Schlotterbeck legte in der 85. Minute nach Kopfball-Vorarbeit per Ecke das 2:0 nach. Doch Werder gab sich nicht geschlagen: Ludovit Reis erzielte in der 88. Minute den Anschlusstreffer, und in der zweiten Minute der Nachspielzeit stellte Niclas Füllkrug per Kopf nach einer Flanke von Marco Grüll auf 2:2 – ausgerechnet gegen seinen Ex-Klub.

Wie lief die erste Halbzeit?

Dortmund hatte deutlich mehr Ballbesitz und bestimmte weitgehend das Tempo. Gegen die kompakte Bremer Defensive fehlten zunächst jedoch die entscheidenden Ideen im letzten Drittel. Marcel Sabitzer verfehlte mit einem Freistoß knapp das Tor, kurz vor der Halbzeit scheiterte Maximilian Beier an einer starken Reaktion von Werder-Keeper Karl Hein. So ging es mit 0:0 in die Pause.

Wer rettete Bremen den Punkt?

Ludovit Reis und Niclas Füllkrug. Der Anschlusstreffer von Reis in der 88. Minute gab den Gästen den Glauben zurück, Füllkrugs Kopfball in der Nachspielzeit vollendete das Comeback. Für den Angreifer war es ein besonders emotionaler Treffer: Er erzielte ihn gegen den Verein, für den er einst selbst auf Torejagd ging.

Bleibt der BVB trotz des Remis Tabellenführer?

Ja. Mit 13 Punkten führt Dortmund die Tabelle weiter an – auch, weil der FC Bayern am Samstag in Augsburg ebenfalls nur 2:2 spielte und bei elf Punkten bleibt. Allerdings kann der SC Freiburg am Sonntag mit einem Heimsieg gegen Schalke 04 an beiden vorbeiziehen und die Tabellenführung übernehmen.