Formel 1 in Afrika – kurz erklärt

Die Formel 1 fuhr zuletzt 1993 auf dem afrikanischen Kontinent – damals in Kyalami, Südafrika. Seitdem blieb Afrika der einzige Kontinent ohne Grand Prix. Das soll sich ab 2030 ändern: Ruanda will ein Rennen in der Hauptstadt Kigali ausrichten.

Kigali – Es wäre eine Sensation für den Motorsport: Die Formel 1 steht offenbar kurz vor ihrer Premiere in Ruanda. Das teilten Quellen der nationalen Regierung und des Automobil-Weltverbandes FIA am Donnerstag der Nachrichtenagentur AFP mit. Demnach wurde Ruandas Bewerbung um die Austragung eines Formel-1-Rennens genehmigt – eine Einigung wurde erzielt.

Was genau wurde beschlossen?

Laut den AFP-Quellen ist die Rückkehr der Formel 1 nach Afrika so gut wie perfekt. Offiziell bestätigt haben weder Ruanda noch die FIA die Entscheidung bislang – die Bekanntgabe soll aber bereits nächste Woche in der ruandischen Hauptstadt Kigali erfolgen. Geplant ist ein Rennen ab 2030. Das Projekt wird auch von Katar unterstützt, das sich als wichtiger Partner im Hintergrund engagiert.

Warum ausgerechnet Ruanda?

Ruanda wirbt seit Jahren intensiv um große Sportveranstaltungen – und hat einen prominenten Fürsprecher: Rekordweltmeister Lewis Hamilton setzt sich seit langem für einen Grand Prix in Afrika ein.

Seit sechs, vielleicht sogar sieben Jahren kämpfe ich hinter den Kulissen darum, einen Grand Prix auf die Beine zu stellen.
Lewis Hamilton, zu Saisonbeginn in Melbourne

Hamilton hatte damals deutlich gemacht, worum es ihm geht: „Ich möchte den Sport nicht aufgeben, ohne dass es dort einen Grand Prix gibt, ohne dass ich dort Rennen fahren kann.“ Für den nun bei Ferrari fahrenden Briten wäre ein Rennen in Afrika ein Herzensprojekt.

Was bedeutet das für den Rennkalender?

Mit Ruanda würde die Formel 1 erstmals seit über 30 Jahren wieder auf dem afrikanischen Kontinent fahren – ein Meilenstein für die Globalisierung der Königsklasse. Der Kalender ist ohnehin im Umbruch: Erst in dieser Saison sprang Malaysia kurzfristig als Ersatz für den abgesagten Bahrain-Grand-Prix ein. Ab 2030 könnte nun also ein weiterer neuer Austragungsort hinzukommen. Entscheidend wird sein, ob die FIA die Einigung kommende Woche in Kigali auch offiziell bestätigt.

Häufige Fragen zu Ruanda 2030

Wo soll das Rennen stattfinden?

Geplant ist ein Rennen in der ruandischen Hauptstadt Kigali. Details zur Strecke sind noch nicht bekannt.

Wann fuhr die Formel 1 zuletzt in Afrika?

1993 im südafrikanischen Kyalami. Seitdem blieb Afrika der einzige Kontinent ohne einen Grand Prix.

Ist die Rückkehr schon offiziell bestätigt?

Noch nicht. Ruandas Regierung und die FIA haben die Entscheidung bislang nicht offiziell bekannt gegeben. Laut AFP-Quellen soll die Verkündung nächste Woche in Kigali erfolgen.