Borussia Dortmund setzt weiter auf Niko Kovac: Der zum Saisonende auslaufende Vertrag des Trainers soll verlängert werden. Klubchef Carsten Cramer bestätigte, dass sich die Verhandlungen in der finalen Phase befinden – die Wertschätzung für den 57-Jährigen sei „unfassbar groß“.

„Die Wertschätzung für Niko Kovac ist unfassbar groß.“
Carsten Cramer, Klubchef von Borussia Dortmund

Nur noch Formalitäten

Wenn Carsten Cramer von „unfassbar großer“ Wertschätzung spricht, ist das in der oft nüchternen Sprache des Fußballgeschäfts ein starkes Signal. Der Klubchef machte deutlich: An der sportlichen und menschlichen Bilanz von Niko Kovac gibt es in Dortmund keinerlei Zweifel. Was jetzt noch fehlt, sind Formalitäten – die Unterschrift ist offenbar nur noch eine Frage der Zeit.

Die Konstellation ist für den BVB komfortabel: Der Trainer liefert Ergebnisse, die Mannschaft folgt ihm, und die sportliche Führung zieht an einem Strang. In einer Branche, in der Trainerentscheidungen oft unter Druck und in Hektik getroffen werden, wirkt Dortmunds Vorgehen geradezu souverän. Man verlängert nicht aus Angst vor Alternativen, sondern aus Überzeugung.

Tabellenführer mit weißer Weste

Die Zahlen sprechen für Kovac: Vier Spiele, vier Siege, zwölf Punkte – Borussia Dortmund grüßt nach dem vierten Spieltag von der Tabellenspitze. Es ist der perfekte Start, den sich jeder Trainer wünscht, und die Grundlage für das Vertrauen, das ihm der Klub nun mit der Vertragsverlängerung entgegenbringt.

Besonders bemerkenswert ist die Art und Weise, wie der BVB auftritt: stabil in der Defensive, zielstrebig nach vorne. Kovac hat es geschafft, der Mannschaft eine klare Struktur zu geben, ohne ihr die Spielfreude zu nehmen. Diese Balance ist im modernen Fußball keine Selbstverständlichkeit – und ein wesentlicher Grund, warum in Dortmund niemand über einen Trainerwechsel auch nur nachdenkt.

Kovac poltert gegen Länderspielpause

Neben der erfreulichen Vertragsperspektive sorgte Kovac zuletzt mit deutlichen Worten zur Länderspielpause für Aufsehen. Die 19-tägige Unterbrechung nannte er aus Klubsicht „total inakzeptabel“. Der Vorwurf: Der Rhythmus einer gut funktionierenden Mannschaft wird zerstört, die Spieler kehren mit unterschiedlichen Belastungen zurück, und die Klubs tragen das Verletzungsrisiko.

Die Kritik ist nicht neu, bekommt aber Gewicht, wenn sie vom Trainer des Tabellenführers kommt. Kovac warnte zudem vor dem Programm nach der Pause: Neun Spiele in 30 Tagen warten auf den BVB. Dass er dieses Pensum gerade jetzt anspricht, ist auch ein Signal an die eigene Kabine – und an die sportliche Leitung, den Kader in den kommenden Wochen clever zu managen.

Was die Verlängerung für den BVB bedeutet

Kontinuität auf der Trainerbank ist im Fußball ein Wert an sich. Während anderswo nach wenigen schwachen Wochen die Trainerdiskussion beginnt, schafft Dortmund Planungssicherheit – für die Mannschaft, für mögliche Transfers und für die sportliche Ausrichtung über die Saison hinaus. Spieler wissen, woran sie sind; das stärkt das Innenverhältnis.

Gleichzeitig wächst mit der Verlängerung der Anspruch. Wer als Tabellenführer in die Saison startet und seinen Trainer langfristig bindet, formuliert – ob ausgesprochen oder nicht – ein Ziel: ganz oben mitspielen, und zwar dauerhaft. Die nächsten Wochen mit dem dichten Programm werden zeigen, wie belastbar die Dortmunder Konstanz wirklich ist.

Kovac und der BVB in Kürze

  • Trainer: Niko Kovac (57)
  • Vertrag: läuft zum Saisonende aus – Verlängerung in finaler Phase
  • Klubchef: Carsten Cramer
  • Bundesliga-Bilanz: 4 Siege aus 4 Spielen, 12 Punkte, Tabellenführer
  • Kovac zur Länderspielpause: „total inakzeptabel“ aus Klubsicht

Quellen

Häufige Fragen

Wird Niko Kovac beim BVB verlängern?

Alles deutet darauf hin: Klubchef Carsten Cramer bestätigte, dass sich die Verhandlungen über eine Verlängerung des zum Saisonende auslaufenden Vertrags in der finalen Phase befinden. Es gehe nur noch um Formalitäten.

Wie steht der BVB in der Bundesliga da?

Borussia Dortmund ist nach vier Spieltagen Tabellenführer mit der Optimalausbeute von zwölf Punkten aus vier Siegen.

Was kritisiert Kovac an der Länderspielpause?

Kovac nannte die 19-tägige Länderspielpause aus Klubsicht „total inakzeptabel“ und warnte vor der Belastung danach: Neun Spiele in 30 Tagen warten auf den BVB.

Wer hat die Verlängerung bestätigt?

Klubchef Carsten Cramer. Er sprach von einer „unfassbar großen“ Wertschätzung für den 57-jährigen Trainer.

Quelle: SID/kicker, 7.–8.10.2026