Leipzig – Was für eine Machtdemonstration! RB Leipzig hat Eintracht Frankfurt am 5. Spieltag mit 6:0 (4:0) aus der Red Bull Arena gefegt. Christopher Nkunku erzielte den ersten Bundesliga-Hattrick der Vereinsgeschichte und nahm Trainer Martín Demichelis vorerst aus der Schusslinie. Der Abend in Leipzig – Minute für Minute.

Vor dem Anpfiff: Druck auf Demichelis. Nach nur zwei Siegen aus den ersten vier Bundesligaspielen und der Niederlage vor der Länderspielpause in Leverkusen war sogar über eine mögliche Rückkehr von Julian Nagelsmann spekuliert worden. Der Trainer tauschte zweimal: Castello Lukeba rückte für Maxime Estève in die Abwehr, Andrija Maksimović feierte sein Startelf-Debüt. Bei Frankfurt brachte Adi Hütter Nnamdi Collins und Ansgar Knauff für Younes Ebnoutalib und Elias Baum.

1. Minute – 1:0 Banzuzi: Blitzstart der Sachsen! Maksimović flankt von rechts, Ridle Baku verpasst am ersten Pfosten, dahinter steht Ezechiel Banzuzi blank und vollendet aus sieben Metern. Nach 46 Sekunden ist die Red Bull Arena ein Tollhaus.

5. Minute – 2:0 Nkunku: Antonio Nusa setzt sich gegen Collins durch, dringt in den Strafraum ein und bedient Christopher Nkunku, der aus neun Metern einschiebt. Frühe Vorentscheidung.

Mitte der ersten Halbzeit: Die Eintracht findet besser in die Partie. Jonathan Burkardt, Ritsu Dōan und Ansgar Knauff scheitern mehrfach an Leipzigs Keeper Maarten Vandevoordt, der seine Mannschaft mit starken Paraden in Front hält.

41. Minute – 3:0 Nkunku: Nusa flankt, Rômulo legt per Kopf auf, Atubolu lässt abprallen – Nkunku staubt ab.

44. Minute – 4:0 Nkunku: Hattrick! Banzuzis Schuss prallt von Atubolu zurück in die Gefahrenzone, der Franzose pounced erneut zu. Erster Bundesliga-Hattrick eines Leipzigers überhaupt. Pause.

Halbzeit: Hütter stellt auf eine Viererkette um und bringt Elias Baum sowie Younes Ebnoutalib. Doch auch danach erzielt nur Leipzig Tore.

54. Minute – 5:0 Nusa: Nach Banzuzis Vorlage sprintet Nusa über 30 Meter und vollendet eiskalt.

Etwa 60. Minute: Demichelis nimmt Nkunku und Nusa vom Platz – Schonung für das Champions-League-Spiel am Dienstag gegen PSV Eindhoven.

89. Minute – 6:0 Gomis: Tidiam Gomis macht das halbe Dutzend voll. Nach einer starken Einzelleistung treibt er den Ball dynamisch nach vorne und krönt seinen Sololauf mit einem sicheren Abschluss ins lange Eck.

Nach dem Abpfiff: 47.800 Zuschauer feiern den achten Bundesliga-Heimsieg in Folge – Vereinsrekord. In der noch jungen Saison ist die Heimbilanz mit neun Punkten bei 14:0 Toren aus drei Spielen makellos. Leipzig klettert auf Platz fünf, Frankfurt fällt auf Rang 13 zurück. Für die Sachsen geht es am Dienstag in der Champions League gegen PSV Eindhoven weiter, danach nach München. Hütter und seine Mannschaft haben bereits am Freitag gegen Köln die Chance zur Wiedergutmachung.