Zverev zittert sich in Runde drei: 6:4, 7:6 gegen Wu Yibing

Hart erkämpft, aber ohne Satzverlust: Alexander Zverev hat sein Auftaktmatch beim Shanghai Masters gewonnen. Der topgesetzte Deutsche besiegte am Freitag den chinesischen Lokalmatadoren Wu Yibing mit 6:4, 7:6 (4) — und überstand dabei einen Schreckmoment, der kurz für bange Gesichter sorgte.

Stand: 10. Oktober 2026

Zverev gegen Wu — die Fakten

  • Ergebnis: 6:4, 7:6 (4) für Alexander Zverev, Spielzeit 1:36 Stunden
  • Schreckmoment: Sturz und gegriffener Knöchel beim Stand von 5:5 im zweiten Satz — Zverev spielte weiter
  • Nächster Gegner: Quentin Halys (Frankreich) in Runde drei
  • Großes Ziel: Die Nummer eins zum Jahresende ist greifbar, seit Jannik Sinner seine Saison verletzt beendet hat

Sturz beim Stand von 5:5 — dann Tiebreak-Routine

Lange sah es nach einem souveränen Arbeitstag aus: Zverev holte den ersten Satz 6:4, führte im zweiten Durchgang, und alles deutete auf einen schnellen Feierabend hin. Doch Wu Yibing, die Nummer 113 der Welt, wehrte sich — und dann kam die Szene, die alle kurz den Atem anhalten ließ. Beim Stand von 5:5 rutschte Zverev nach einer Rückhand weg und griff sich sofort den linken Knöchel.

Doch der 29-Jährige stand auf, bewegte sich weiter gut und rettete sich in den Tiebreak. Dort war er dann zur Stelle: Mit sechs gewonnenen von sieben Punkten machte er den zweiten Satz zu — zweiter Matchball, Fehler des Chinesen, vorbei. „Credit to him, he was playing amazing tennis“, sagte Zverev anschließend über Wu und lobte dessen unglaubliches Tempo bei jedem Schlag.

Der Weg zur Nummer eins führt über Shanghai

Für Zverev geht es in Shanghai um mehr als nur ein Turnier. Seit Jannik Sinner seine Saison 2026 verletzt beendet hat, ist der Deutsche auf Kurs zur Jahresend-Nummer eins — der erste Deutsche an der Spitze der Weltrangliste wäre eine historische Marke. In Shanghai könnte er den Titel schon jetzt perfekt machen: Entweder er erreicht das Halbfinale, oder seine Verfolger Ben Shelton und Carlos Alcaraz verlieren im Turnierverlauf.

In Runde drei wartet nun Quentin Halys aus Frankreich, der sich in drei Sätzen gegen den Belgier Alexander Blockx durchgesetzt hat. Auf den anderen Plätzen gab es am Freitag schon Überraschungen: Der an sechs gesetzte Flavio Cobolli verlor gegen den 38-jährigen Adrian Mannarino mit 1:6, 4:6, 3:6, und der japanische Qualifikant Rei Sakamoto schaltete Andrey Rublev mit 6:4, 6:4 aus. Ben Shelton feierte seinen 24. Geburtstag mit einem 6:3, 7:6 (6) über Daniel Altmaier.